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Ioannis Tzivanakis
L E G A S T H E N I E , A D S
& D Y S K A L K U L I E
URSACHE & LÖSUNG
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Wodurch entstehen diese Phänomene und ... Wie können sie vollständig korrigiert werden?
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INHALTSVERZEICHNIS
1 . B e z e i c h n u n g e n & D e f i n i t i o n e n
2 . U r s a c h e n I : W a s s a g t d i e F o r s c h u n g ?
3 . U r s a c h e n II : W a s i s t d i e W a h r h e i t ?
4 . U r s a c h e n III : W a s i s t d i e W u r z e l ?
5 . L e g a s t h e n i e , A D S & D y s k a l k u l i e : D i e L ö s u n g
6. E m p f e h l u n g e n
7. S c h l u s s w o r t
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1 . B e z e i c h n u n g e n & D e f i n i t i o n e n
Legasthenie in ihrer geläufigen Definition ist eine Lese- und Rechtschreibschwäche. Der Wortteil 'Leg-' kommt vom lateinischen Verb 'legere', was 'Lesen' bedeutet, und der Wortteil '-asthenie' kommt vom griechischen Substantiv 'astheneia', was 'Schwäche' bedeutet.
Der internationalere Ausdruck für Legasthenie, also dyslexia oder Dyslexie, setzt sich zusammen aus der Vorsilbe 'dys-', was soviel bedeutet wie 'Schwierigkeiten haben mit etwas', und aus dem Substantiv 'lexis', das 'Wort' bedeutet. Demnach würde also 'Dyslexie' "Schwierigkeiten mit Wörtern haben" bedeuten.
Im deutschen Sprachraum kursiert seit langer Zeit auch der Begriff LRS, der 'Lese-Rechtschreib-Schwäche' bedeutet. In einigen deutschen Forschungskreisen wird auch die Bezeichnung 'Störung des Schriftspracherwerbs' allen anderen vorgezogen.
Das Kürzel ADS bedeutet mal 'Aufmerksamkeits-Defizit-Störung' und mal 'Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom'. Erweitert um den Buchstaben H, also ADHS, bedeutet es 'Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung' oder '-Syndrom'. Der internationale Ausdruck für ADS lautet ADD, was 'Attention Deficit Disorder' bedeutet, also 'Aufmerksamkeits-Defizit-Störung', und kommt auch in der erweiterten Form ADHD vor.
Der Ausdruck Dyskalkulie setzt sich zusammen aus der Vorsilbe 'dys-', was 'Schwierigkeiten haben mit etwas' bedeutet und aus dem lateinischen Verb 'calculere', was 'zusammenrechnen' oder 'rechnen' bedeutet. Im deutschen Sprachraum spricht man vereinfacht auch von 'Rechenschwäche'.
2 . U r s a c h e n I : W a s s a g t d i e F o r s c h u n g ?
Genauere Definitionen für Legasthenie, ADS und Dyskalkulie, die substantiell über die bloßen Erklärungen der Wörter oder Bezeichnungen für diese drei Erscheinungen hinausgehen und auch eine Erklärung beinhalten, gibt es entweder keine oder viele sich voneinander unterscheidende. Einen kleinen Überblick über die Vielfalt der Legasthenie-Forschung bekommen Sie h i e r .
Etwas traurig ist die Tatsache, dass sich durch fast die gesamte Forschung ein seltsamer roter Faden zieht. Einmal werden in den Experimenten und Studien nicht die saubersten Schlüsse gezogen. Ein Beispiel dafür finden Sie h i e r . Auf der anderen Seite ist eindeutig nicht nachgewiesen, dass Legasthenie (sowie ADS und Dysklakulie) entsteht, weil die "Betroffenen" einen Defekt oder Mangel aufweisen!
Legasthenie kann man doch sehr schwer oder gar nicht beobachten, solange sie in der Schule nicht eindeutig aufgetreten ist! Wieso zieht man dann aus der Tatsache, dass manche Kinder und später Erwachsene Schwierigkeiten haben, das Lesen und (Recht-) Schreiben zu erlernen, den Schluss, in diesen Menschen müsse eine Störung vorliegen? Wieso liegt die Ursache für diese Lernprobleme nicht in der Unfähigkeit oder Unzulänglichkeit des eindimensionalen und im Großen und Ganzen unveränderlich gleichförmigen Unterrichtssystems oder sogar Bildungssystems?
3 . U r s a c h e n I I : W a s i s t d i e W a h r h e i t ?
"Legasthenie ist keine Lernbehinderung, sondern eine Lehrbehinderung" sagt R.D. Davis in seinem Buch "Legasthenie als Talentsignal"! Zurecht. Dies ist sicherlich kein Vorwurf an die Lehrerschaft der Schulen insgesamt, sondern vielmehr an dem fehlenden Bewusstsein und! an der fehlenden Bereitschaft unnterschiedlicher Wissensvermittler und -experten, die für das Wissen und die so wichtige psychologische Kompetenz der Lehrerschaft verantwortlich sind, die richtigen Voraussetzungen für wirkliches Lernen zu ermöglichen.
Wieso kommen eigentlich sogar Forscher oder Wissenschaftler selbst aufgrund der Sprunghaftigkeit der Augenbewegung eines Schülers auf die Idee oder vielmehr zu dem Schluss, dass dieser Schüler ein "selbst"generiertes Problem hat, Buchstaben in der richtigen Reihenfolge zu fixieren und entsprechend richtig wahrzunehmen, und nicht auf eine ganz andere Idee oder zu einem ganz anderem Schluss?
Wenn ich nämlich einem Schüler eine Leselernmethode aufzwinge, die ich zwar plausibel finde und die vorherrschend ist in "wissenschaftlichen" Kreisen, die aber der natürlichen Wahrnehmungsweise dieses bestimmten Schülers überhaupt nicht entspricht, zwinge ich dann diesen Schüler bzw. seine Augen nicht zum Unmöglichen? Und werden dann diese Augen von dieser Unmöglichkeit nicht gnadenlos überfordert und massiv gestört? Was ist also der Anfang des wahren Geschehens?
Um es mal anders zu formulieren... Meiner entschiedenen Überzeugung nach, die durch die Arbeitserfahrung eindeutig und ohne jeden Zweifel belegt und bestätigt ist, hat kein Kind - wenn es durch eine medizinische Untersuchung nicht als geistig behindert gilt -, und zwar nicht nur legasthenisches, sondern überhaupt kein Kind, das im Fach Deutsch, obwohl es arbeitswillig ist!, wegen Lese- und Rechtschreibprobleme eine andere Note als die Eins bekommt, diese Note verdient! Die Frage, wer diese Note wirklich verdient, möchte ich hier offen lassen.
4 . U r s a c h e n I I I : W a s i s t d i e W u r z e l ?
Auch wenn die Erscheinungen von Legasthenie, ADS und Dyskalkulie unmittelbar den Eindruck eines Problems erwecken, das ursprünglich von den Betroffenen herrührt, so erleben wir tagtäglich diese Phänomene - in unserer Arbeit mit den Betroffenen - als eine Erscheinungsvielfalt und Ausdrucksweise eines bestimmten Talents, das deshalb zu Problemen führt, weil es von den Unterrichtenden, entweder aus Mangel an Wissen und Fähigkeit oder aus an Mangel an Bereitschaft, das wirkliche Geschehen zu ergründen, nicht berücksichtigt und entsprechend respektiert wird.
Dieses Talent besteht aus zwei Grundfähigkeiten:
(1) einem sehr starken und ausgefeiltem Vorstellungsvermögen bzw. der Fähigkeit, Gedachtes als real wahrzunehmen, und
(2) dem bildhaften Denken.
Beide dieser Fähigkeiten sind selbstverständlich von großem Vorteil und zeichnen meistens begabte Menschen aus, d.h. Menschen, die in bestimmten Gebieten hervorragende Leistungen vollbringen. Persönlichkeiten und geniale Köpfe, wie z.B. Leonardo Da Vinci, Thomas Edison oder Pablo Picasso, um nur einige zu nennen, waren legasthenisch!!! H i e r mehr...
Wie ist das also möglich? Die Veranlagung sowohl zu legasthenischen bzw. lernstörenden Symptomen als auch zu vielen genialen Leistungen entspringt ein und derselben Wurzel, nämlich der Schnelligkeit und sinnlichen Vielfältigkeit des bildhaften Denkens und der Fähigkeit der Desorientierung. Was ist diese Fähigkeit genau?
Jeder von uns kennt die Erfahrung, in einem Zug zu sitzen, der stillsteht, und das Gefühl des Sich-Bewegens zu erleben, wenn ein anderer Zug neben uns plötzlich losfährt. Während wir dies erleben, sind wir genauso legasthenisch wie jeder Legastheniker. Wir erfahren etwas, was nicht der Wirklichkeit entspricht.
Diese Fähigkeit der Desorientierung (oder der Verschiebung des geistigen Wahrnehmungsepizentrums) ist eine natürliche Reaktion des Gehirns auf Verwirrung oder auf jeden auf-sensorischer-Information-beruhenden Konflikt.
Wird die durch Desorientierung veränderte Wahrnehmungsweise aktiviert, damit ich meine Umgebung und die Welt in ihrer Dreidimensionalität "richtig" erkennen oder mit ihr mindestens effektiv umgehen kann, dann ist das sicherlich von Vorteil und bringt sehr oft geniale Leistungen mit sich.
Wird sie aber aktiviert, weil ich durch das mangelhafte Erkennen und Verstehen eines Symbols in seiner schriftlichen, lautlichen und inhaltlichen Identität - eines Buchstabens oder , in den meisten Fällen, eines abstrakten Wortes - verwirrt werde, dann nehme ich nicht mehr das wahr, was tatsächlich da ist, sondern das, was ich denke, das da ist.
Für den Legastheniker wäre so etwas ausreichend, weil eins seiner vorrangigsten Bedürfnisse immer die möglichst schnelle Beseitigung jeder auftauchenden Verwirrung ist. Tatsächlich ist aber das Produkt seiner veränderten Wahrnehmungsweise "falsch".
5 . L e g a s t h e n i e , A D S & D y s k a l k u l i e : D i e L ö s u n g
Es liegt klar auf der Hand, dass alle den Legastheniker verwirrende und daher desorientierende Symbole beseitigt bzw. beherrscht werden müssen. Um ein Symbol zu beherrschen bzw. zu lernen, muss aber gewährleistet sein, dass ich dieses Symbol richtig wahrnehme. Korrekte Wahrnehmung ist die unabdingbare Voraussetzung fürs richtige Lernen.
Und genau dies wird mit dem Davis-Orientierungs-Training beabsichtigt und erreicht: die Korrektur der Wahrnehmung durch den orientierten Zustand, bei dem meine eigenen Wahrnehmungen mit der wirklichen Welt übereinstimmen. Das, was ich als das Wahrgenommene persönlich erlebe, ist auch das, was physikalisch und gegenständlich real existiert!
Sobald ich mit dem Werkzeug der Orientierung meine eigenen Wahrnehmungen willentlich kontrollieren kann, muss ich nur noch all das, was mich verwirrt und daher legasthenische bzw. lernstörende Symptome verursacht, beherrschen! Dies wird mit der Davis-Symbolbeherrschung erreicht.
Symbolbeherrschung ist die Methode, mit der ich lerne, wie ein Symbol aussieht, wie es lautet und was es bedeutet: Ich beherrsche das Symbol dadurch, indem ich sein Aussehen, seinen Laut und seine Bedeutung - mit Knete und dreidimensional - in der realen Welt kreiere. Indem ich es selber erschaffe und in meiner Innerlichkeit einverleibe.
Dadurch erfülle ich die zwei wichtigsten Voraussetzungen des Lernens und der Beherrschung von etwas: Kreativität und Erfahrung!
(1) Ich lerne etwas dann am besten, wenn ich es selber kreiere oder erschaffe und dadurch es gleichzeitig erlebe. Dass ich etwas erschaffen kann, ist der Garant dafür, dass ich weiß, was es ist oder woraus es besteht.
(2) Und wirkliches Wissen basiert immer auf Erfahrung: es nutzt mir nichts, wenn mir jemand den Geschmack einer mir unbekannten Frucht beschreibt oder erklärt; um wirklich zu wissen bzw. erfahren, wie sie schmeckt, muss ich sie essen!
Mit den selben Methoden und Werkzeugen, aber für andere Symbole und Inhalte, arbeiten wir "gegen" Dyskalkulie. Hierbei haben wir es nämlich nicht mit Buchstaben, Wörtern, Satzzeichen und Sätzen zu tun, sondern mit Ziffern, Zahlen, Mengenbewusstsein und Rechenoperationen. Sehr oft müssen die "Betroffenen", bevor das Training mit den mathematischen Symbolen und Operationen anfangen kann, grundlegende Inhalte verstehen und beherrschen, wie z.B. Konsequenz, Zeit, Abfolge und Ordnung.
Dieselben Inhalte, also Konsequenz, Zeit, Abfolge und Ordnung müssen ADS-"Betroffene" nicht nur verstehen und mental beherrschen, sondern durch lückenlose und minutiös konsequente Anwendung in allen Facetten des alltäglichen Verhaltens zutiefst verinnerlichen, ob in der Schule oder in der Familie. Und selbstverständlich ist auch für die ADS-"Problematik" das Orientierungs-Werkzeug und auf jeden Fall auch das Werkzeug des Enegieknopfs unerläßlich.
Dass das Davis-Legasthenie-Programm die völlige Korrektur von Legasthenie, ADS und Dyskalkulie ermöglicht, haben wir inzwischen in tausenden von Fällen immer wieder erlebt. In allen diesen Fällen waren aber Motivation durch Können und ein entsprechend verstärktes Selbstwertgefühl die schönsten und überzeugendsten Geschenke!
Die vollständige Behebung der Legasthenie, des ADS und der Dyskalkulie ist keine bloße Behauptung. Alle diese drei Erscheinungen sind in der Tat vollständig korrigierbar, wenn drei Voraussetzungen erfüllt werden können:
5.1. Problem-Bewusstsein: die betroffene Person ist sich der Schwierigkeiten beim Lernen von Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen und/oder der Aufmerksamkeitsprobleme bewusst!
5.2. Motivation: die betroffene Person ist wirklich motiviert, "ihre Probleme" zu überwinden, d.h. die motivierende Kraft zur Korrektur der vorhandenen "Störungen" ist nicht nur ein frommer Wunsch, sondern ein handlungswirksamer Wille!
5.3. Notwendiges Wissen: der betroffenen Person wird bewusst, dass ihre Schwierigkeiten nicht an mangelhaften Fähigkeiten liegen, sondern an mangelhaftem Wissen darüber, wie die zu Genüge vorhandenen Fähigkeiten eingesetzt werden müssen!
Legasthenie, ADS und Dyskalkulie sind keine Krankheiten!. Ihre Entstehungsursachen haben auch nichts mit verminderter Intelligenz zu tun. Vielmehr werden sie verursacht durch eine Kombination von:
(a) einer bestimmten Art und Weise zu denken und wahrzunehmen und (b) einer unangemessenen Unterrichts- und Vermittlungsmethode von Lerninhalten.
Wenn wir demnach die umgekehrte Frage stellen würden, wie diese Störungen zu korrigieren oder sogar vorzubeugen wären, dann bestünde unsere Antwort aus folgenden drei Komponenten:
5. I Das Verstehen des bildhaften Denkens.
5. II Das Verstehen der multidimensionalen Wahrnehmung.
5. III Das Beherrschen des bildhaften und multidimensionalen Lernens.
Durch die Berücksichtigung und Anwendung dieser drei Komponenten ist eine erfolgreiche Beseitigung der Probleme unvermeidbar.
6 . E m p f e h l u n g e n
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7. S c h l u s s w o r t
Erlauben Sie mir in diesem Einstein-Jahr 2005 folgenden Zeugenbericht: Der Urgroßvater eines meiner Klienten saß in der selben Klasse mit Albert Einstein in München und sagte, dass dieser so gut wie immer abwesend war, es sei denn! es ging um Mathematik oder Physik... Mit den Worten des eigenen Sohnes von Albert Einstein:
"Er sagte mir, dass seine Lehrer berichteten, ... er war geistig langsam, ungesellig und vergessen für immer in seinen dummen Träumen"
Was ich mich hier frage, ist: Hatte Einstein ADS? Und meine leise Überlegung: Wenn ja, dann Gott sei Dank! (H i e r ein amerikanischer Artikel über den Zusammenhang von ADS und Kreativität)
Es ist unzulässig, die einzigartige und immer! großartige Individualität eines jeden Kindes mit einer blinden und leblosen Bildungsgleichförmigkeit zu zertreten. Es ist unzulässig, alle Fähigkeiten, mit denen uns die Natur! ausgestattet hat, von einer trostlos mechanischen Apparatur Schule unterdrücken zu lassen. Es ist unzulässig, ob willentlich oder unwillentlich, ob bewusst oder unbewusst, diese Fähigkeiten daran zu hindern, sich frei! zu entfalten... Hören wir damit auf!
"...Es ist in der Tat ein Wunder, dass die modernen Methoden der Ausbildung die heilige Neugier des Forschens noch nicht völlig erstickt haben; denn diese zarte, kleine Pflanze bedarf - neben dem Ansporn - hauptsächlich der Freiheit; ohne diese geht sie ohne jeden Zweifel zugrunde."
Albert Einstein
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